TINTENSCHURKE · Satirische Kolumne

Tintenschurke Logo

Gebrauchsanweisung

Absurdität von Beipackzetteln


Es gibt Texte, die schreiben sich von selbst: Beipackzettel, Sicherheitshinweise, Gebrauchsanweisungen. Sie alle haben eins gemeinsam – sie verraten uns Dinge, die wir nie im Leben in Frage gestellt hätten.

„Bitte Katzen nicht in der Mikrowelle trocknen.“

„Toaster ist nicht spülmaschinengeeignet.“

„Benutzen Sie den Föhn nicht während des Schlafens.“

Und jetzt neu im Garten:

„Wichtig ist nur: Der untere Teil des Tons steckt in der Erde.“

Man fragt sich, wer die Zielgruppe solcher Weisheiten ist. Wer hat ernsthaft versucht, den Olla-Kegel mit der Spitze nach oben einzupflanzen? Wer hat den Toaster in die Spülmaschine gestellt, in der Hoffnung auf selbstreinigende Brötchenröster?

Aber vielleicht ist das der Fortschritt: eine Welt, in der alles, wirklich alles, erklärt werden muss – damit niemand verklagen kann, wenn die Katze knusprig aus der Mikrowelle kommt.

So lesen wir brav weiter:

„Wasserhahn öffnen, um Wasser zu entnehmen.“

„Bitte essen Sie die Verpackung nicht.“

„Setzen Sie Tomatenpflanzen nicht auf den Balkonrand.“

„Bitte nicht bügeln, während Sie das Hemd tragen.“

„Warnung: Kaffeemaschine produziert heiße Flüssigkeiten.“

„Benutzen Sie den Mixer nicht zur Haarpflege.“

„Dieser Kinderwagen ist nicht für den Transport von Feuerwerkskörpern gedacht.“

„Nicht versuchen, mit dem Rasenmäher Hecken zu schneiden.“

„Verwenden Sie die Leiter nicht horizontal als Brücke.“

„Sonnencreme ist nicht zur inneren Anwendung bestimmt.“

„Benutzen Sie die Kettensäge nicht zum Entfernen von Splittern.“

„Duschgel ist kein Lebensmittel, auch wenn es nach Erdbeere riecht.“

„Nicht mit der Drohne die Nachbarskatze ausführen.“

„Dieser Helm schützt nicht bei Meteoriten-Einschlägen.“

Und irgendwann, zwischen Lachen und Weinen, begreifen wir: Das Offensichtliche ist die eigentliche Satire.

#BitteKatzenNichtInDieMikrowelle